2008-02-29

Der Sommer ist da!

Das wollte mich zumindest die Mücke glauben machen, die ich gestern Abend durchs Schlafzimmer jagte.

2008-02-25

Das liebe Alter

Mit Abstand bin ich die Jüngste in meiner Abteilung. Mindestens 10, wenn nicht 12 Jahre trennen mich vom nächst Älteren. Dann kommt wieder ein großer Sprung und der darauf Ältere ist der Chef. Die dann folgenden sind 50 und aufwärts. Nun ist es bei Damen in diesem Alter so, dass sie den hormonellen Unstimmigkeiten sehr zugetan sind. Kurz und schlecht: Sie sind mittendrin im Klimakterium. Unlängst bemerkte ich das wieder bei der heutigen Besprechung, die ich in meinem Büro abhielt: Ich leide montags bis zur Mittagspause meistens unter furchtbar kalten Fingern. Vermutlich liegt das daran, dass sich mein Organismus noch im Wochenende befindet, ergo ist meinem Restkörper auch ganz furchtbar kalt und ich muss im Zimmer heizen und das Fenster geschlossen lassen. Zu Beginn der heutigen Besprechung kam die erste Kollegin schon kurzärmelig ins Zimmer und riss sofort das Fenster auf. Ein paar Minuten würde ich es schon aushalten. Dann kam Kollegin Nummer 2 in dicker Strickjacke, schloss sofort das Fenster und stellte sich an die Wärme spendende Heizung. Kollegin 3 kam ins Zimmer und beschwerte sich prompt über die stickige Luft. Also riss Kollegin 1 die Tür auf und Kollegin Nr. 2 fing an zu meckern. Die 4. Kollegin (hat alles bereits hinter sich) wunderte sich über die Damen und konnte das ganze Gehabe überhaupt nicht nachvollziehen. Den Herren der Schöpfung war das alles sowieso reichlich egal. Hauptsache sie konnten sitzen und zwischendurch mal die Augen schliessen. Aber so ist das wohl im Alter.

2008-02-11

Freundin ist die Beste

Freundin und ich kochen sehr gerne für einander. Auch sehr gerne nach Rezept aus unterschiedlichen Kochbüchern. Bisher gab es selten ein Essen, dass uns nicht mundete. Eine zeitlang haben wir, wenn wir nicht wussten, was wir am heitmatlichen Herd zubereiten sollten, die Essen quasi ausgelost. Das sah dann so aus, dass entweder Freundin oder ich, die Bücher im Regal blind auswählten und dann à la Daumenkino mit geschlossenen Augen im Buch blätterten. Die Andere sagte dann 'stopp'. Nun sind uns dabei immer wieder Gerichte unter gekommen, auf die wir absolut keine Lust hatten oder sich die Zutaten in dichter Abfolge wiederholten. Also hatte Freundin nun den genialen Gedanken, dass, wenn wir nicht wissen, was wir kochen möchten, wir nach und nach in all unseren Büchern mit den Rezepten von vorne nach hinten durcharbeiten. Mit Desserts machen wir es genauso. Morgen gibt es nun irgend etwas mit Bulgur oder so. Die Freundin wird mich schon beglücken. Ich freu mich drauf.

Nachtrag: Arbeiten mit Zahlen lässt die sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten stark schwinden und verkorkste Sätze bilden. Ich bitte um Verzeihung.

2008-02-08

Beim Italiener umme Ecke

gehen wir meistens Essen, wenn Freundins Eltern zu Besuch sind. So auch letztes Wochenende. Dort gibt es extem, um es mit Maunameas Worten zu sagen, lecker Fressi. Nicht so eine schäbige Pizza aus der Tiefkühltruhe, der mit ein bisschen Oregano-Würze aus der Packung der letzte Pfiff verliehen wird oder Lasagne, an der man sich immer die Zunge verbrennt. Nein, da wird die leckere Mahlzeit noch liebevoll selbst zubereitet und die wagenradgroße Pizza im Steinofen selbst gebacken.
Vergangenen Sonnabend begab es sich nun, dass ich mich abolut nicht zwischen Lachs vom Grill, Chef-Spaghetti und Agnolotti entscheiden konnte. Variationen, die ich auch noch nicht gegessen hatte. Also stellte ich Herrn Ricotta (so ist der Name des Wirts und Lieblingskollege versteht immer, wenn ich von einer sehr schmackhaften Mahlzeit aus seinem Hause erzähle 'Harry Potter') vor die Wahl und sagte: "Überrasch' mich!". Das tat Herr Ricotta tatsächlich und kredenzte mir einerseits wunderbare Linguini mit Filetspitzen und auf der anderen Hälfte des Tellers fanden sich ganz ausgezeichnete gefüllte Gnocchi mit einer sehr milden Gorgonzolasauce, die mir sehr, sehr mundete. Vielen Dank Herr Ricotta. Ich lass mich sehr gerne wieder überraschen.

2008-01-22

Komm ich jetzt ins Fernsehen?

Mit dem Weihnachtsgeschenk der gesamten Familie habe ich nun meine alten Homevideos endlich auf DVD bringen können. Dabei guckte ich natürlich auch in einige alte Aufnahmen rein. Es war schön, so in Erinnerungen zu schwelgen. Freundin zu zeigen, wie ich Theater spielte oder auf der Bühne in der Halle am Fernsehturm stand oder hinterm Schlagzeug saß und dazu umherträllerte, ihr etwas über die Leute in diesen Videos zu erzählen. Bei einer jungen blonden Dame, erzählte ich, dass sie schon immer den Wunsch hatte, Schauspielerin zu sein. Über eine gemeinsame Freundin konnte ich ihren Weg in den vergangenen 7 Jahren immer gut verfolgen: Schauspielschule, erste Engagements an Theatern, hier und da eine kleine Filmproduktion. Nun erzählte diese Freundin, dass die junge blonde Dame nun einen Vertrag mit dem Fernsehen hat. Eines Tages saß ich mit Omma dann auf der Couch und wir schauten ihre Lieblingstelenovela. Alsbald tauchte junge blonde Dame auf. Hihi. Gestern nun habe ich nach der Arbeit einen Elektrofachmarkt aufgesucht. Als ich auf der Rolltreppe stand und in die Fernsehabteilung fuhr strahlte mich aus allen (also wirklich allen!) Fernsehgeräten, Plasmascreens und Videobeamern das Gesicht dieser jungen blongen Dame an. Seltsames Gefühl, weil ich ja die junge blonde Dame sozusagen noch aus KinderPubertätstagen schon kenne. Einerseits spielt tatsächlich ein klitzekleines Quentchen Neid mit rein andererseits ist da die große Freude darüber, dass es jemand aus der Heimat geschafft hat. Ich musste unverhofft Grinsen. Nicht zuletzt, weil ich mich doch tatsächlich freute, sie zu sehen. Ein solches Gefühl überkam mich ebenfalls damals beim Zuschauen einer Fernsehproduktion eines Privatsenders: "Allein unter Mädchen" oder so ähnlich. Die ganze Zeit überlegte ich, woher mir dieser junge adrette Mann so bekannt vor kommt. Bis ich in seinem fast akzentfreien Hochdeutsch eine kleine Nuance heimatlichen "Nörgel-Ä's" vernahm. In diesem Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Und auch er hat es geschafft. Für ihn freue ich mich ebenfalls.

2008-01-08

Keine Lust...

...erstmal. Aber soooo viele Ideen und so. Frohes Neues.

2007-12-24

Total tolle Weihnachtspost

gab es heute. Und darauf hin gleich den Urlaub fürs nächste Jahr gebucht. Juchu. Norwegen - wir kommen!

2007-12-23

Ich kriege so einen Hals...

... wenn dieses Lied auch nur ansetzt, im Radio zu laufen. Da schalte ich dann auch direkt ab! Ich finde es absolut widerlich. Das geht gar nicht. Ich finde es so schlimm, dass mir fast die Ohren bluten. Eigentlich ist es ja ein Tolles: toller Rhythmus, eingängige Melodie, Text na ja. So ein typisches Lied eben. Nun hat sich aber dieser Mobiltelefonieanbieter mit dem T in magentarot ausgerechnet dieses Lied für seine 5-Freunde-unglaublich-günstig-anrufen-Werbung ausgesucht. In dieser Anpreisung finden sich 5 Leute zu eben dieser Musik zusammen und bilden eine Art lebendiges fahrendes Rhönrad. Die Freunde werden auch von innerhalb des Rhönrades gezeigt. Sie gucken dabei so behämmert und sehen subjektiv so dermaßen Scheiße aus, dass es mir dieses ganze doofe Lied verleidet hat. Vielen Dank lieber Mobiltelefonieanbieter.

2007-12-13

Paris in Wedding

So, nu is aber auch ma gut! Reicht doch schon, dass eine gewisse Hoteliers-Ur-Enkelin im KaDeWe Werbung macht und einkaufen gehen will. Das weiß ich, weil ich in unmittelbarer Nähe arbeite. Sie möchte auch im allercoolsten, megahipsten Club tanzen gehen. Das weiß ich, weil ein Inhaber Freundins Chef ist. Aber wenn ich in unmittelbarer Nähe von meinem Zuhause einkaufen gehe in der Kaufhalle meines Vertrauens mitten im (un-) hippen-szenigen-super-extrem-coolen-angesagten Wedding, dann doch bitte ungestört! Und was soll ich sagen, nicht mal dort hat man vor dieser Dame seine Ruhe!


Na ja, wenigstens schien es ihr genauso albern wie mir, dort zu sein. Denn mit einem 'Hehehe - Oh my god!' ging sie zweifelnd auf die Dosenproseccopyramide zu und posierte kurz mit einem herrlich gekünstelten Lächeln.

PS: Der neben mir stehende, sich prächtig amüsierende typische Berliner Polizist monierte, dass die Gutste keinen schönen Hintern hätte und fand das Bier in meinem Einkaufswagen viel ansprechender als verstaubte Prosecco-Dosen.

2007-12-11

Igittigittigittigitt

Heute mal ganz exklusiv eklig: Schmadderschokoladenhände von Kollegins (leider nicht JulieParadises) Weihnachtsplätzchen an PC-Tastatur und Mouse und Krümel auf dem Mouspad UND keine Zeit für die Reinigung!

2007-12-04

Servicewüste Deutschland

Ich vermisse sie! Ja, wirklich. Heute z. B. bin ich mit dem Lieblinskollegen in der Mittagspause mal eben schnell shoppen gegangen. Ein Mantel für mich sollte es werden. Schon bei der Frage nach dem Standort der Wintermäntel im riesigen Geschäft hätte ich es ahnen können. Die Verkäuferin guckte mich freundlich an und antwortete in einer Service orientierten, total Berlin untypischen Gute-Laune-Stimme, dass die sich gesuchten Objekte in Etage 3 befänden. Dort angekommen und von einer Auswahl von Stangenmänteln erschlagen, frug ich die nächstbeste Einzelhandelskauffrau für Damenoberbekleidung nach einem gewissen Stück. Die Dame zeigte in eine Richtung und gab damit vermutlich der für den dortigen Bereich tätigen Kollegin Zeichen, dass wieder ein Opfer gefunden sei. Die Kollegin stürmte sofort auf mich zu, schaute an mir herab und schätzte meine Konfektionsgröße (richtig) ab und hatte flugs 3 Modelle im Arm. Der Kollege wurde abgestellt, meine mickrige Jacke, Tasche, Schal zu halten und guckte. Der 1. Mantel sah ziemlich gut aus, ich fühlte mich wohl. Dann spürte ich auf einmal Hände kurz über meinem Po. Ein Blick zum Kollegen verriet mir, dass auch er irritiert war. Die Dame zog ein bisschen an mir rum und mit den Worten "Das ist wohl nicht Ihr Schnitt" hatte ich auch gleich ein neues Model am Körper. Am Hals wurde mir rumgepfriemelt. Es kratzte. "Ja, das ist schon besser", hörte ich. "Dreh dich mal" stimmte nun auch Lieblingskollege ein. Er war angefixt. "Na ja, am Hals das sieht ja nicht so gut aus." Schwupps, gab es einen neuen Mantel - und noch eine 2. Kollegin, die mir sogleich auch über'm Hintern rumzuppelte. "Der hat ja für Ihre Beine eine schöne Länge." "Ja, aber der Kragen ist hässlich." "Hm, na wenn Sie meinen. Da kann man auch nichts machen." Ich zog das gute Stück aus und ging und war verstört. Ich will mich wieder selbst bedienen und mich nicht von Fremden begrapschen lassen. Oder gibt man neuerdings alles an Würde auf, sobald man einen Laden betritt?

2007-12-01

Jippieeijej

Nach dem 1. Streik seit Firmengründung vor 104 Jahren, mehreren Protestaktionen und sehr konstruktiven Betriebsversammlungen hat der Vorstand nun endlich ein Einsehen und verhandelt wieder mit ver.di. Sehr schön.

2007-11-30

Freisprecheinrichtungen...

... sind ja eigentlich dazu da, dass man die Hände frei hat beim Telefonieren, damit man zum Beispiel Auto fahren kann oder vielleicht gerade in Ruhe einkaufen kann. Umso eigenartiger finde ich die seltsame Angewohnheit vieler Damen, dieses Stück des Kabels in dem die sog. Freisprecheinrichtung integriert ist, mit einer Hand vor ihren Mund halten und dort rein sprechen. Meistens wird dann mit der anderen Hand ein Hörer am Ohr festgehalten. Nun, zugegebenermaßen, es sieht ja schon seltsam aus, wenn Leute, anderenfalls mit gesenktem Kopf durch die Straßen laufen und mit ihrem Schal sprechen ABER kann man nicht einfach das Mobiltelefon in die Hand zum sprechen nehmen?

2007-11-23

Stellenausschreibung

Wer hat Lust, mit mir 40 h/Woche zusammenzuarbeiten?

Familienzusammenführung

Oh, was bin ich doch aufgeregt. Morgen ist es soweit. Da werden Freundins Eltern Mutter kennen lernen. Das ist ja so ein gewaltiger Schritt in unserer Beziehung. Das ist ja schon fast wie heiraten.
Mit den Worten: "Das scheint ja was Ernsteres zwischen euch zu sein, dann wollen wir jetzt auch mal deine Mutter kennen lernen" verabschiedeten sich "Schwiegermama und Schwiegerpapa" das letzte Mal. Nun ist es arrangiert. Heieiei. Freundin backt morgen leckeren Kuchen und ich werde die Eltern dann mit den Notebooks spielen, Digicaminfos austauschen und Elektronikkrams bequatschen lassen. Die werden sich schon beschäftigen können. Während wir Großen Kaffee trinken. Ach, das wird schön.

2007-11-22

Mantra 2

Die Zeit wird kommen, da die Sonne scheint so ich zur Arbeit schreite und zurück.

2007-11-18

Sehr geehrte Frau Schtoeffie,

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie auf Grund Ihrer Bewerbung auf die Stellenausschreibung mit Wirkung vom 1. Dezember 2007 versetzt werden.

Für das neue Aufgabengebiet wünschen wir Ihnen viel Erfolg und gutes Gelingen.

Mit freundlichen Grüßen

Personalabteilung


Vielen Dank, liebe Personalabteilung.

2007-11-13

Cool, wa?

Wenn die letzten Sonnenstrahlen hintern den Dächern der Stadt versinken, die Studis ihren Weg ins Seminar, Café, nach Hause, zum Nebenjob gehen und ich mich gerade mit einem total guten Gefühl in den Feierabend verabschiedet habe, dann sind das die Momente in denen unglaublich coole Musik nicht fehlen darf. Also Handy angestöpselt, In-Earphones in die Ohren und Play drücken. Und dieses Gefühl, mit dem man dann unglaublich gut gelaunt, umherzieht, sich von diesem grandiosen Soundtrack von „Shaft“ berieseln lässt, im Rhythmus seinen Weg bahnt. Herrlich. Sich vorstellt so cool zu sein wie „Shaft“.

Und ganz schnell ist es auch schon wieder aus mit der Coolness. Man sollte es tunlichst vermeiden ganz unvermittelt lautstark „Shaft“ mitzukrähen - und nichts anderes.

2007-11-11

Weinkennerin

Freundin ist ja verdammt süß (auch wenn sie es vehement verneint): Nachdem sie mal vom leckeren Rotwein, den ich mit einem Hauch von Brom- und Heidelbeergeschmack anpries, probierte, reagierte sie mit verzerrtem Gesicht und folgender Äußerung: "Du meinst wohl, der schmeckt eher nach Kleber mit einem Hauch von Süßholz!"

Süß die Kleine.